Viele Unternehmer stellen sich diese Frage. Verständlicherweise. Man hat jahrzehntelang alles selbst gemacht, selbst entschieden, selbst verhandelt. Warum sollte ausgerechnet der größte Verkauf des Lebens eine Ausnahme sein?
Die kurze Antwort: Technisch ist es möglich. Praktisch ist es in den meisten Fällen teurer als jede Alternative.
Dieser Artikel erklärt warum – ehrlich, ohne Vertriebsabsicht, mit konkreten Zahlen.
Was bedeutet "Unternehmen verkaufen ohne Makler" konkret?
Wenn Unternehmer von "ohne Makler" sprechen, meinen sie meist: ohne M&A-Berater, ohne Vermittler, ohne externe Transaktionsbegleitung. Also: Der Inhaber sucht den Käufer selbst, führt die Verhandlungen selbst, strukturiert den Deal selbst und schließt den Vertrag – im besten Fall mit einem Anwalt an der Seite – selbst ab.
Das ist etwas fundamental anderes als beim Immobilienverkauf, wo ein Makler primär Besichtigungen organisiert und einen Standardkaufvertrag begleitet. Ein Unternehmensverkauf umfasst: Bewertung, Information Memorandum, strukturierte Käufersuche, NDA-Management, Bieterprozess, LoI-Verhandlung, Due Diligence über mehrere Monate, Kaufvertragsverhandlung mit Dutzenden kritischer Klauseln, Übergabeplanung.
Jeder dieser Schritte ist komplex. Und in jedem dieser Schritte entscheidet sich, wie viel Sie am Ende netto erhalten.
Die 5 größten Risiken beim Selbstverkauf
Risiko 1: Sie haben keinen Zugang zu qualifizierten Käufern
Das ist der grundlegendste Unterschied zwischen Selbstverkauf und professionell begleitetem Prozess. Ein erfahrener M&A-Berater hat ein aktives Netzwerk von PE-Fonds, Family Offices und strategischen Investoren, die aktiv nach Akquisitionen suchen. Diese Käufer inserieren nicht auf DUB.de. Sie reagieren auch nicht auf E-Mails von unbekannten Absendern.
Wer sein Unternehmen ohne Berater verkaufen will, ist auf öffentliche Plattformen, persönliche Kontakte und Zufallsbekanntschaften angewiesen. Das schränkt den Käuferkreis dramatisch ein – und damit den Preis.
PE-Fonds und Family Offices, die den höchsten Preis zahlen, erreichen Sie ohne Netzwerk kaum. Strategische Käufer aus dem In- und Ausland schon gar nicht. Was übrig bleibt: der eine lokale Wettbewerber oder der Geschäftspartner, der schon immer Interesse geäußert hat – und der genau weiß, dass er der einzige Interessent ist.
Risiko 2: Kein strukturierter Bieterprozess – keine Preismaximierung
Der strukturierte Bieterprozess ist der wichtigste Mechanismus zur Kaufpreismaximierung. Wenn mehrere qualifizierte Käufer gleichzeitig um ein Unternehmen konkurrieren, treibt das den Preis nach oben.
Ohne Berater gibt es keinen strukturierten Bieterprozess. Es gibt bilateral verhandelte Eins-gegen-eins-Gespräche. Der Käufer weiß: Es gibt keinen anderen. Er hat Zeit. Er kann Bedingungen stellen. Er kann in der Due Diligence "Probleme entdecken" und den Preis nachverhandeln. Der Verkäufer hat keine Alternative – und damit keine Verhandlungsmacht.
In der Praxis hängt das Verhandlungsergebnis vor allem von Vorbereitung und Verhandlungsposition ab – nicht allein vom Prozessformat. Das gilt ebenso für Unternehmen, die im strukturierten Bieterprozess vermarktet wurden.
Risiko 3: Sie verhandeln auf Augenhöhe mit Profis – ohne Erfahrung
Ihr Gegenüber beim Unternehmensverkauf – ob PE-Fonds, strategischer Investor oder Family Office – verhandelt Unternehmenskäufe regelmäßig. Ihre M&A-Teams haben Hunderte von Transaktionen hinter sich. Sie kennen jeden Verhandlungszug, jede Ablenkungstaktik, jede Klausel die harmlos klingt und teuer wird.
Ein Mittelständler verhandelt einmal im Leben seinen Unternehmensverkauf. Die Informationsasymmetrie ist so groß wie kaum irgendwo sonst. Das Ergebnis: übermäßige Garantien, nachteilige Earn-Out-Strukturen, zu weit gefasste Representations and Warranties – Klauseln, die den Verkäufer noch Jahre nach dem Abschluss exponieren.
Risiko 4: Der LoI kommt vom Käufer – und Sie ahnen nicht, was das bedeutet
Ohne erfahrenen Berater passiert regelmäßig Folgendes: Der Käufer schickt nach ersten Gesprächen einen "vorbereiteten" Letter of Intent. Der Verkäufer ist erleichtert, dass es endlich konkreter wird. Er unterschreibt.
Was er unterschrieben hat: Eine enge Exklusivitätsfrist von 30 Tagen (keine Zeit für andere Angebote), eine weit gefasste Material-Adverse-Change-Klausel (Preisrückbehalt bei fast jedem Due-Diligence-Fund), eine Transaktionsstruktur (Asset Deal), die steuerlich zum Nachteil des Verkäufers ist – und eine Formulierung, die dem Käufer maximalen Interpretationsspielraum bei der Preisanpassung lässt.
Das alles klingt juristisch und weit weg. Es ist der Unterschied von Hunderttausenden Euro im finalen Kaufpreis.
Risiko 5: Vertraulichkeit bricht zusammen
Ohne professionellen Berater ist es schwer, den Verkaufsprozess vollständig diskret zu halten. Direktansprachen durch den Inhaber selbst signalisieren immer: Hier ist jemand, der verkaufen will. Diese Information reist schnell – durch die Branche, zu Mitarbeitern, zu Kunden.
Die Folgen kennen wir bereits: Mitarbeiterfluktuation, nervöse Kunden, sinkende operative Performance, Kaufpreisabschläge in der Due Diligence.
Wann macht ein Selbstverkauf Sinn?
Es gibt Situationen, in denen ein vereinfachter Prozess ohne vollumfängliche M&A-Begleitung vertretbar ist:
Bei sehr kleinen Transaktionen unter 500.000 Euro Kaufpreis, bei denen eine professionelle Fee wirtschaftlich nicht darstellbar ist.
Bei einem klar definierten, vertrauenswürdigen Käufer (z. B. langjähriger Mitgesellschafter oder Familienmitglied), bei dem kein Bieterwettbewerb notwendig und möglich ist.
Bei einem MBO, bei dem das Management seit Jahren feststeht und der Prozess primär Finanzierungsfragen und Vertragsgestaltung umfasst.
In allen anderen Fällen gilt: Die M&A-Fee ist keine Ausgabe – sie ist eine Investition mit messbarem Return.
Was der Weg über einen Berater kostet – und was der Direktverkauf ändert
M&A-Berater arbeiten in der Regel erfolgsorientiert: ein moderater Retainer plus eine Success Fee auf das Transaktionsvolumen. Die konkrete Höhe hängt von Mandatsgröße, Komplexität und Anbieter ab.
Generation Tech Partners ist kein Berater und kein Makler, sondern Direktkäufer. Für Verkäufer entstehen uns gegenüber keine Provisionen und keine Beratungsgebühren – es bleiben die eigenen Anwalts- und Steuerberaterkosten.
Der Unterschied liegt weniger in einer Prozentzahl als in der Struktur: Statt eines breiten Bieterprozesses führen Sie ein vertrauliches Gespräch mit einem Käufer, der selbst entscheidet und nach vollständigem Teaser oder Information Memorandum innerhalb von 72 Stunden qualifiziertes Erstfeedback gibt.
Ob ein Beraterprozess oder ein Direktverkauf für Sie besser ist, hängt von Ihrer Situation ab – Größe, Wettbewerbsumfeld, Zeithorizont und dem Wunsch nach Diskretion.
Die Alternative zum klassischen Makler: der Direktverkauf
Ein M&A-Berater ist kein Makler im klassischen Sinne. Er inseriert Ihr Unternehmen nicht öffentlich auf einer Plattform, sondern betreibt aktives Transaktionsmanagement – von der Bewertung über das Information Memorandum bis zum Signing. Dafür fällt eine Success Fee an.
Generation Tech Partners ist keine M&A-Beratung und kein Makler, sondern eine Beteiligungsgesellschaft: Wir kaufen mit institutionellem Fondskapital selbst. Es gibt keine Vermarktung, keine Käuferliste und keinen Bieterprozess – und für Sie als Verkäufer keine Beraterkosten.
Das erste Gespräch ist kostenlos und unverbindlich. Innerhalb von 72 Stunden erhalten Sie eine klare Rückmeldung.
FAQ: Unternehmen ohne Makler verkaufen
Kann ich mein Unternehmen selbst verkaufen?
Technisch ja. Praktisch ist der Selbstverkauf in den meisten Fällen mit erheblichen Preisabschlägen verbunden, da kein Zugang zu qualifizierten Käufern besteht, kein strukturierter Bieterprozess stattfindet und die Verhandlungsführung ohne M&A-Erfahrung massiv benachteiligt. Für kleine Transaktionen unter 500.000 Euro oder klar definierte MBO-Situationen kann ein vereinfachter Prozess vertretbar sein.
Was kostet ein M&A-Berater im Vergleich zu einem Makler?
Ein M&A-Berater arbeitet erfolgsorientiert: 3–6% Success Fee auf den erzielten Kaufpreis, plus optionalem Retainer. Ein klassischer Unternehmens-"Makler" auf Plattformen wie DUB.de ist kostengünstiger – bietet aber auch nur Plattformzugang, keine aktive Käufersuche, keine Verhandlungsführung, keine Due-Diligence-Begleitung. Der Mehrwert einer M&A-Boutique zeigt sich im erzielten Endpreis, nicht in der Kostenstruktur.
Wie finde ich Käufer für mein Unternehmen ohne Berater?
Ohne Berater sind die Hauptkanäle: öffentliche Plattformen (DUB.de, nexxt-change), persönliche Netzwerke, direkte Ansprache von Wettbewerbern. All diese Kanäle schränken den Käuferkreis erheblich ein – und gefährden die Vertraulichkeit. Professionelle Käufer wie PE-Fonds und Family Offices sind über diese Kanäle kaum erreichbar.