Die drei gängigen Bewertungsmethoden
Im Mittelstand kommen drei Methoden zum Einsatz, die je nach Branche und Unternehmensgröße unterschiedlich gut geeignet sind.
Ertragswertorientierte Bewertung
Die in der Praxis häufigste Methode: Das bereinigte EBITDA wird anhand qualitativer Werttreiber bewertet — Cashflow-Qualität, wiederkehrende Umsätze, Inhaberunabhängigkeit und Wachstumsdynamik. Einfach, nachvollziehbar und von Käufern akzeptiert.
Discounted-Cashflow-Methode (DCF)
Die akademisch korrekteste Methode: Zukünftige Cashflows werden auf den heutigen Wert diskontiert. Besonders geeignet für wachstumsstarke Unternehmen, erfordert aber fundierte Planungsrechnungen.
Substanzwert-Methode
Bewertet die materiellen Vermögenswerte (Immobilien, Maschinen, Vorräte). Relevant bei kapitalintensiven Unternehmen oder als Wertuntergrenze. Für dienstleistungsorientierte Betriebe meist zu niedrig.
Typische Bewertungsfehler
Diese Fehler sehen wir bei Erstbewertungen regelmäßig:
- Nicht bereinigte EBITDA-Zahlen (Inhabergehalt, private Kosten)
- Vergleich mit börsennotierten Bewertungsfaktoren statt Mittelstands-Benchmarks
- Unterschätzung des Risikos bei Kundenkonzentration
- Emotionale Überbewertung des eigenen Lebenswerks
- Keine Berücksichtigung von Markttrends und Branchenzyklen
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Was Käufer wirklich bewerten
Käufer schauen über die Zahlen hinaus. Neben dem EBITDA fließen qualitative Faktoren in die Bewertung ein:
- Wiederkehrende Umsätze und Vertragslaufzeiten
- Diversifikation der Kundenbasis
- Qualität des Management-Teams
- Digitalisierungsgrad und KI-Potenzial
- Branchenwachstum und Marktstellung
Professionelle Bewertung vs. Selbstbewertung
Eine professionelle Unternehmensbewertung kostet 5.000–15.000 EUR und liefert ein marktgerechtes Ergebnis. Die Investition zahlt sich aus: Käufer nehmen eine externe Bewertung ernst und verhandeln auf dieser Basis. Eine Selbstbewertung wird in der Regel angezweifelt und schwächt Ihre Verhandlungsposition.
Häufige Fragen
Weiterführende Inhalte
- Leitfaden Unternehmensnachfolge im Mittelstand
- Asset Deal vs. Share Deal
- Mitarbeiterübergang nach § 613a BGB
- Unternehmensverkauf vorbereiten
- Glossar Unternehmensnachfolge & M&A
- GTP-Nachfolge-Index 2026 (Marktdaten)
- Für M&A-Berater: Deals einreichen
- Transaktionsprozess
- EBITDA Bewertungsfaktoren Deutschland
- Unternehmensbewertung Mittelstand
Weitere Ratgeber
Wer wir sind
Generation Tech Partners ist eine unternehmerisch geführte Beteiligungsgesellschaft für Unternehmensnachfolge im deutschen Mittelstand. Wir erwerben profitable B2B-Dienstleistungsunternehmen mit institutionellem Fondskapital und entwickeln sie langfristig operativ und durch KI weiter. Wir sind Käufer, kein M&A-Berater.
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