Was macht ein M&A-Berater — und was nicht?
Ein M&A-Berater professionalisiert Unternehmensbewertung, Käufersuche, Verhandlungsführung, Due-Diligence-Management und Prozesssteuerung bis zum Closing.
Was ein M&A-Berater nicht ist: Ein Rechtsanwalt (juristischer Beistand separat nötig), ein Steuerberater (steuerliche Optimierung ist eigenständig) und kein Wundertäter (er kann ein schlecht geführtes Unternehmen nicht plötzlich wertvoll machen).
- Unternehmensbewertung und Verkaufsunterlagen erstellen
- Qualifizierte Käufer identifizieren und ansprechen
- Vertrauliche Informationsmemos (CIM) erstellen
- Verhandlungen führen und Kaufpreis maximieren
- Due-Diligence-Prozess koordinieren
- Closing und Post-Closing begleiten
Die verschiedenen Typen von M&A-Beratern
Der M&A-Markt ist fragmentiert. Von der Großbank bis zum Einzelberater gibt es ein breites Spektrum — und nicht jeder passt zu jedem Unternehmen.
Investment Banks und Großkanzleien
Für Transaktionen ab 50 Millionen Euro. Vorteile: Internationales Netzwerk, Reputation, strukturierte Prozesse. Nachteile: Hohe Kosten, geringe persönliche Betreuung, Ihr Mandat ist eines von vielen.
Mittelständische M&A-Boutiquen
Für Transaktionen von 1 bis 50 Millionen Euro. Vorteile: Branchenspezialisierung, persönliche Betreuung, regionale Verankerung. Nachteile: Eingeschränktes internationales Netzwerk. Das ist die ideale Kategorie für die meisten Mittelständler.
Nachfolgeberater und Makler
Für kleinere Transaktionen unter 1 Million Euro. Vorteile: Niedrige Kosten, hohe Verfügbarkeit. Nachteile: Geringere Verhandlungskompetenz, eingeschränkter Käuferzugang, oft keine M&A-spezifische Ausbildung.
Direkte Käufer wie Generation Tech Partners
Eine Alternative zum klassischen Beratungsmandat: Verkaufen Sie direkt an einen professionellen Käufer. Vorteile: Keine Beraterprovision, schnelle Entscheidungswege, diskret. GTP kauft Unternehmen mit 0,5–5 Mio. € EBITDA in Deutschland.
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Kosten und Fee-Strukturen verstehen
Die Vergütung von M&A-Beratern ist oft intransparent. Hier sind die gängigen Modelle — und worauf Sie achten sollten.
Success Fee (Erfolgsprovision)
Standard im Mittelstand: 3–7 Prozent des Transaktionswertes, fällig nur bei erfolgreichem Abschluss. Je höher der Transaktionswert, desto niedriger der prozentuale Satz. Achtung: Verhandeln Sie eine Mindestgebühr — bei kleinen Transaktionen arbeiten Berater sonst mit geringer Motivation.
Retainer (monatliche Grundgebühr)
Viele Berater berechnen einen monatlichen Retainer von 2.000–8.000 Euro zusätzlich zur Success Fee. Dieser sichert dem Berater Einnahmen während des Prozesses und zeigt Ihr Commitment. Verhandeln Sie: Der Retainer sollte auf die Success Fee angerechnet werden.
Lehman Scale und Abwandlungen
Die klassische Lehman Scale: 5 % auf die erste Million, 4 % auf die zweite, 3 % auf die dritte usw. In der Praxis wird sie oft modifiziert — fragen Sie nach einer klaren, schriftlichen Fee-Struktur vor Mandatserteilung.
10 Fragen, die Sie jedem M&A-Berater stellen sollten
Bevor Sie ein Mandat erteilen, führen Sie mindestens 3 Erstgespräche. Diese Fragen helfen Ihnen bei der Bewertung.
- Wie viele Transaktionen haben Sie in meiner Branche und Größenklasse abgeschlossen?
- Wer betreut mein Mandat persönlich — und wie viele Mandate laufen parallel?
- Wie sieht Ihr typischer Käufer-Pool aus — haben Sie bereits Kontakte in meiner Branche?
- Wie ist die Fee-Struktur — und was passiert, wenn kein Abschluss zustande kommt?
- Können Sie Referenzen von 3 abgeschlossenen Mandaten nennen?
- Wie lange dauert der Prozess typischerweise?
- Wie handhaben Sie Vertraulichkeit — wer erfährt von meiner Verkaufsabsicht?
- Was tun Sie, wenn die Angebote unter meinen Erwartungen liegen?
- Erstellen Sie die Verkaufsunterlagen oder müssen wir das selbst tun?
- Wie läuft die Zusammenarbeit mit meinem Steuerberater und Anwalt?
Red Flags: Woran Sie unseriöse Berater erkennen
Leider gibt es im M&A-Beratungsmarkt auch schwarze Schafe. Achten Sie auf diese Warnsignale.
- Garantierte Kaufpreise — kein seriöser Berater kann einen Preis garantieren
- Hohe Vorab-Gebühren ohne klare Gegenleistung
- Keine nachweisbaren Referenzen oder abgeschlossenen Transaktionen
- Druck zu schnellen Entscheidungen ('Wir haben schon einen Käufer')
- Keine klare, schriftliche Mandatsvereinbarung
- Berater vertritt gleichzeitig Käufer und Verkäufer (Interessenkonflikt)
Die Alternative: Direkt an GTP verkaufen
Nicht jeder Unternehmensverkauf braucht einen Berater. Wenn Sie einen qualifizierten, seriösen Käufer direkt kontaktieren können, sparen Sie 3–7 Prozent Beraterprovision und gewinnen 3–6 Monate Zeit.
Generation Tech Partners ist ein solcher Direktkäufer: Wir kaufen inhabergeführte Mittelständler in Deutschland, geben innerhalb von 72 Stunden qualifiziertes Erstfeedback und arbeiten durchgehend vertraulich.
Häufige Fragen
Weiterführende Inhalte
- Leitfaden Unternehmensnachfolge im Mittelstand
- Asset Deal vs. Share Deal
- Mitarbeiterübergang nach § 613a BGB
- Unternehmensverkauf vorbereiten
- Glossar Unternehmensnachfolge & M&A
- GTP-Nachfolge-Index 2026 (Marktdaten)
- Für M&A-Berater: Deals einreichen
- M&A-Berater im Vergleich
- Deal-Flow-Strategie für Berater
- Fee-Strukturen verstehen
- Unternehmen verkaufen: Leitfaden
- Direkt an GTP verkaufen
Weitere Ratgeber
Wer wir sind
Generation Tech Partners ist eine unternehmerisch geführte Beteiligungsgesellschaft für Unternehmensnachfolge im deutschen Mittelstand. Wir erwerben profitable B2B-Dienstleistungsunternehmen mit institutionellem Fondskapital und entwickeln sie langfristig operativ und durch KI weiter. Wir sind Käufer, kein M&A-Berater.
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